Vorschriftsgemäss wurde diese Woche vom 12. – 16. September 2022 die Herbstkontrolle durchgeführt. Dazu wurde der Antrieb geschmiert, das Getriebeöl ausgewechselt sowie der allgemeine Service und die Kontrolle ausgeführt. Dieses Jahr stand ebenfalls die Verschiebung der Tragseile an, welche in einem 20 Jahre Rhythmus stattfindet. Die auf den Masten aufliegenden Seilstücke, die einer erhöhten Belastung unterliegen, müssen von den Masten weg in den freien Durchhang verschoben werden. Dafür gibt es in den Bahnstationen genügend Seilreserven.
Die ausgeführten Arbeiten wurden vom IKSS (Interkantonale Konkordat für Seilbahnen und Skilifte) durch Christian Waser abgenommen.
NOTWENDIGKEIT DER REGULÄREN SEILPRÜFUNG
Stahldrahtseile von Seilbahnen sind “zeitfeste Elemente”. Dies bedeutet, dass sie eine zeitlich begrenzte Nutzungsdauer haben, da sie – ähnlich wie bei vielen anderen Maschinenelementen – einer Materialermüdung ausgesetzt sind. Zudem können sie in Folge von unvorhersehbaren Ereignissen oder Vorfällen (z.B. durch Blitzschlag oder anderen Ursachen), sicherheitsrelevante Beschädigungen erleiden. Damit das geforderte Sicherheitsniveau beibehalten werden kann, ist es notwendig die allenfalls langsam einsetzende Schadensentwicklung möglichst zeitnah erkennen und verfolgen zu können.
Die aus den oben erwähnten Gründen notwendigen Prüfungen werden entsprechend der geltenden nationalen Vorgaben bzw. gemäss EN 12927 ausgeführt.
DIENSTLEISTUNG DER SEILPRÜFSTELLE IKSS
Die akkreditierte Seilprüfstelle IKSS bietet die magnetinduktiven Seilprüfungen (Tragseile, Förderseile, Bergungsseile, Windenseile usw.) an, die auch das Erkennen von inneren Schäden für Seile mit einem Durchmesser von 4 mm und 60 mm erlauben. Visuelle Inspektionen werden zur Erkennung von äußeren und magnetinduktiv nicht erkennbaren Beschädigungen genutzt.


